Amen: Hier kommt Vincents Song für Rotterdam

So klingt der rot-weiß-rote Beitrag für den diesjährigen Song Contest – das ist „Amen“ von Vincent Bueno:

Mit diesem Song wird Vincent für Österreich beim zweiten Semifinale am 20. Mai 2021 in Rotterdam an den Start gehen – und um den Einzug ins Finale singen.

Im Ö3 Player kannst du das Interview mit unserem ESC-Starter und die Songpräsentation jetzt noch sieben Tage lang nachhören. Was verrät er über den geplanten Auftritt und sein Ziel?

Mehr über „Amen“

ORF-Programmdirektorin Mag. Kathrin Zechner hat sich schon vor der Präsentation begeistert über den Song gezeigt. Er stehe für Vincent selbst und für jede Form von Beziehung: Jede und jeder solle sich darin finden. Laut Zechner ist der Beitrag mit dem Titel „Amen“ (was so viel bedeutet wie „so soll es sein“) vielseitig und kulturell einsetzbar, außerdem hochaktuell. „Das Lied soll kein Corona-Lied sein, aber den Menschen trotzdem Hoffnung geben“, wie die ORF-Programmdirektorin sagt.

Viele hatten nach „Alive“ eine Uptempo-Nummer von Vincent Bueno erwartet, doch er kann auch anders. Das hat er nicht erst durch den Sieg bei der ORF Castingsendung „Musical! Die Show“ bewiesen. Mit „Amen“ betritt der 35-Jährige ein neues Feld, dem er sich gerne stellt. Beim ersten Hören war sich Vincent zwar noch nicht ganz sicher, ob er dem stimmlich gewachsen ist. Doch er hat „Amen“ zu seinem Song und zu seiner Geschichte gemacht.

Schon im Vorfeld gibt es Unterstützung von seinen Eltern: Seiner Mutter gefällt das Lied und auch der Vater (selbst Sänger) ist von der mittlerweile „großen Stimme“ des Sohnes begeistert.

Bisher hat der Songwriter, Sänger und Tänzer selbst an Musik gearbeitet und getüftelt. Für „Amen“ hat sich der ORF jedoch internationale Unterstützung geholt und mehrere Autor*innen bzw. Komponist*innen eingeladen, Beiträge einzuschicken. Schlussendlich wurde es ein schweizerisch-schwedisch-britisches Songwriter-Trio.

Vincent verrät zum Text: „Auf den ersten Blick geht es um eine dramatische Beziehungsgeschichte, aber für mich geht es vor allem um diesen inneren Kampf, den jede*r kennt, mit den eigenen Stärken und Schwächen, der in eine helle Zukunft führt.“

Songcredits:

  • Lyrics/Music by: Tobias Carshey (CH), Ashley Hicklin (UK), Jonas Thander (SE)
  • Produced by: Jonas Thander (SE), Mikolaj Trybulec (PL), Pele Loriano (CH)
  • Recorded by: Pele Loriano, Jonas Thander, Mikolaj Trybulec
  • Mixed by: David Hofmann
  • Published by: Schneeblind Publishing, ORF Musikverlag
  • Label: Unified Songs

Hinter „Amen“ steht ein ESC-erprobtes Team, das schon an mehreren ESC-Beiträgen mitgewirkt hat: „Me And My Guitar“ von Tom Dice (6. Platz 2010, Ashley Hicklin/Composer), „She Got Me“ von Luca Hänni (4. Platz 2019, Pele Loriano/Artistic producer), „Friend Of A Friend“ von Lake Malawi (11. Platz 2019, Mikolaj Trybulec/Composer & Producer).

Wie geht’s weiter? Bereits nächste Woche Montag wird im ORF Zentrum auf der Bühne von „Starmania“ die Live-On-Tape-Variante des Songs aufgezeichnet. Das Staging ist reduziert gehalten und soll sehr ähnlich zu dem für Rotterdam geplanten Auftritt sein. Die Bühnenshow müsse dem Lied und dem Inhalt gerecht werden. Für das Konzept konnte der ORF Marvin Dietmann verpflichten (mittlerweile absoluter ESC-Profi, unter anderem für den Siegesauftritt von Conchita 2014 verantwortlich).

Die Live-On-Tape-Aufnahme kommt übrigens zum Einsatz, falls Vincent im Mai nicht in Rotterdam auf der Bühne stehen kann oder darf (egal aus welchem Grund). Alle Teilnehmer*innen werden ein solches Backup machen – damit ist garantiert, dass im Mai jedenfalls ein ESC stattfinden wird und kann.

Die EBU und die niederländischen Veranstalter planen aktuell mit einer deutlich reduzierten Größe der einzelnen Delegationen (für Österreich kaum relevant). Ob und wenn ja wieviele Zuschauer*innen live in der Ahoy Arena dabei sein können, ist ebenfalls noch nicht klar. Die Organisator*innen nehmen sich jedenfalls Sport-Großveranstaltungen als Beispiel, wie Tennis oder der Formel 1.

Für alle Teilnehmer*innen bedeutet das: Leben in einer riesigen Bubble – tägliches Testen und kein Verlassen der Hotels. Doch die Freude darüber, dass der Song Contest stattfinden kann, überwiegt – so ORF Delegationsleiter Stefan Zechner.

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